Die Antwort ist: Jein.
Wenn Sie zu einem konkreten Thema eine Auffrischung in der Größenordnung 2-4 Stunden brauchen, oder in einer Art Workshop mit uns über strukturelle Anpassungen Ihrer Webseite fachsimpeln, das geht ganz hervorragend online.
Aber eine (komplette) Redakteursschulung? Schwierig.
Bei einer Präsenzschulung lassen alle den Alltag zuhause. Man konzentriert sich i.d.R. drei volle Tage nur auf das DRKCMS. Im Idealfall keine anderen, die ins Büro kommen und Fragen stellen, keine Telefonate, die man führt während man mit dem halben Ohr eigentlich zuhören müsste. Kein halber Tag, den man weglässt, weil irgendwas dringenderes dazwischengekommen ist.
Das Pensum ist anstrengend, aber der Mix aus Bildschirmarbeit, "echtem" Smalltalk, gemeinsamen Kaffee- und Mittagspausen ist so gewählt, dass man auch ganze Schulungstage schafft (was bei dieser Informationsmenge online nicht möglich wäre).
Während Sie die Übung wiederholen, läuft unser Referententeam-Mitglied mit der Kaffeetasse in der Hand durch den Raum und guckt bei allen einmal ab und zu vorbei. Wenn Sie falsch abbiegen, können wir Sie auffangen bevor Sie endgültig verloren sind.
In den Pausen, beim Mittagessen und, wer möchte, auch beim Feierabend-Bierchen tauschen Sie sich mit uns, aber auch mit anderen Rotkreuz-Mitgliedern aus. Wie lösen andere Kreisverbände dies und jenes, was kann man vielleicht aus anderen Landesverbänden lernen?
Das alles fehlt bei einer Online-Schulung. Wir haben es während der Corona-Phase ausprobiert, es hat auch Spaß gemacht, aber: Die Schulungen sind deutlich weniger effektiv, wenn man recht anonym am Bildschirm für sich alleine arbeitet, vom Büroalltag abgelenkt wird, nach vier Stunden Bildschirmarbeit der Kopf raucht und man bei Fragen erstmal selbst erklären muss, wie man da hingekommen ist, wo man sich verlaufen hat.